Stressfreier Umzug mit Haustieren: Vorbereitung für Hund und Katze
Ein Umzug bringt Veränderung, Lärm und fremde Gerüche mit sich – für Hunde und Katzen ist das eine enorme Belastung. Während der Mensch die Logistik im Kopf hat, nehmen Tiere vor allem eines wahr: ihre vertraute Umgebung löst sich auf. Kisten werden gepackt, Möbel verschwinden, fremde Menschen laufen durch die Wohnung. Wer rechtzeitig gegensteuert, verhindert, dass aus dem Umzug ein wochenlanger Stresszustand wird. Der Schlüssel liegt in der Vorbereitung, nicht im Improvisieren am Umzugstag selbst.
Schon zwei bis drei Wochen vorher sollten Sie den Tieren einen Rückzugsort zuweisen, der bis zum letzten Moment unangetastet bleibt. Bei Katzen hat sich ein separates, ruhiges Zimmer bewährt, das nicht als Packstation dient – konkrete Hinweise dazu, wie man ein ruhiges Zimmer für die Katze in der alten und der neuen Wohnung einrichtet, finden sich in diesem Ratgeber. Der Raum enthält Futter, Wasser, Katzenklo, Schlafplatz und vertraute Decken. Hunde brauchen ebenfalls einen festen Platz, idealerweise mit Sichtkontakt zur Bezugsperson, aber abseits des Verkehrswegs der Möbelpacker. Achten Sie darauf, dass der Rückzugsort nicht nach und nach mit Kartons zugestellt wird.
Am Umzugstag selbst entscheidet die Reihenfolge über den Stresspegel. Bringen Sie Hund oder Katze möglichst erst dann in die neue Wohnung, wenn die größten Möbel stehen und der gröbste Lärm vorbei ist. Für Katzen ist ein Transport in einer gut belüfteten Box mit vertrauter Decke sinnvoll, für Hunde ein gesicherter Platz im Auto mit gewohnter Unterlage. Vermeiden Sie es, die Tiere zwischen Umzugshelfern herumlaufen zu lassen – offene Türen und fremde Menschen sind ein hohes Risiko für Flucht und Panik. Füttern Sie einige Stunden vorher nur leicht, aber stellen Sie Wasser bereit.
In der neuen Wohnung angekommen, gilt dasselbe Prinzip wie zuvor: erst ein geschlossener Raum mit allen Grundbedürfnissen, dann schrittweise die Erkundung. Lassen Sie Hund und Katze nicht sofort durch die gesamte Wohnung laufen. Gerade Katzen brauchen Tage, manchmal Wochen, bis sie sich sicher fühlen. Verbringen Sie die ersten Stunden ruhig im selben Raum, sprechen Sie leise und vermeiden Sie hektische Bewegungen. Wenn das Tier von selbst neugierig wird, öffnen Sie die Tür – nicht früher. So wird der Umzug für alle Beteiligten zu einer Veränderung, die sich bewältigen lässt.